Samstag, 24. März 2012

Sommer, Sonne.....

und die Krankenpflegeschule. Hallo Ihr Lieben, hier sind wir mal wieder.
Nachdem hier letzte Woche der Sommer ausgebrochen, ist habe ich mal wieder Zeit was zu schreiben.
Die Canadier verstehen die Welt nicht mehr, erst gibt es diesen Winter kaum Schnee und jetzt überspringen wir den Frühling und gehen gleich zum Sommer über. Uns soll es ja recht sein, und es kann jetzt so bleiben bis November, und dann kann für ein paar Wochen der Winter vorbei schauen. Aber ich glaube soweit kommt es nicht, denn dafür sind wir im falschen Land. Wir hatten die letzten Tage bis 27 Grad Celsius. Das hat zur Folge, dass alles anfängt zu treiben und blühen, und jetzt macht man sich schon sorgen das es im April doch nochmal kalt werden kann. Es soll sogar vorkommen das es im April nochmal Schnee gibt. Aber das wollen wir ja mal nicht hoffen, denn ich habe meine Wintersachen schon mental in eine Kiste verpackt und zu den Hundert anderen gestellt.




Jetzt habe wir auch schon unsere erste Mini Radtour gemacht.
http://www.mapmyride.com/routes/view/76936028
Die Tour war nicht so lang aber es ist ein Anfang, und ich kann Euch sagen, mein Rad hat sich nicht
über die Fahrt gefreut. Das hat es mit lautstarkem aechtzen, stöhnen und weiteren unschön klingenden Geräuschen zu verstehen gegeben. Es ist ja jetzt auch schon in die Jahre gekommen "hust hust". Nebenbei versuchen wir noch auf unser Staatsexamen hinzuarbeiten. Leider sind nicht alles so kooperativ wie wir uns das erhofft haben. Da ist zum Beispiel unsere Krankenpflegeschule aus Deutschland. Dieser haben wir im JANUAR einen Brief geschrieben und ein paar Unterlagen beigefügt mit der Bitte, diese auszufüllen und ggf. übersetzen zu lassen und dann an das Nursing College in Toronto zu schicken. Denn solange Toronto unsere Unterlagen nicht hat steht alles still. Wir haben die Krankenpflegeschule gebeten, sich bei uns zu melden wenn es fragen gibt. Aber das funktioniert leider nicht. Nach etlichen vergeblichen Anrufen (wozu haben die ein Sekreteriat wenn keiner ans Telefon geht oder ständig der Anrufbeantworter ran geht?) habe ich dann mal jemanden erreicht. Da sagte man mir das die Unterlagen hier liegen aber sie nicht wüssten was Sie damit machen sollen. Zudem sei  die zustaendige Sekretärin ohnehin nur morgens da und wenn ich was wolle dann müsse ich schon morgens anrufen. Das war dann doch zu viel für mich, jetzt saß ich hier mit pulsierenden Carotiden und konnte nichts machen. Ich habe dann versucht ihr zu erklären, dass es ca. 7000 km zwischen Karlsruhe und London sind und noch dazu 6h Zeitunterschied, und das "morgens" bei ihr, bei mir mitten in der Nacht heißt. Ich habe ihr dann erzählt das es ein tolles Medium der Kommunikation gibt wo man sich Nachrichten in Textform schreiben kann, genannt E-mail, und das ihre Kollegin mir doch bitte eine Solche schreiben soll. Denn leider sind auch Anrufe recht teuer, wir haben fuer ein 13minuten Gespraech 20$ bezahlt. Naja auf die E-mail warte ich heute noch. Vieleicht kommt ja die Nachricht auch per Brieftaube. Jetzt waren letzte Woche ja auch Staatsexamen und dann gehen die Damen leider auch nicht ans Telefon bzw. lassen einfach den AB darangehen. Wieso eigentlich? Es ist echt zum Mäuse melken. Aber am Montag rufe ich dann gleich mal wieder an und dank Skype zahlen wir nur noch 2,7ct/min.

Die nächsten Tage kommt auch mal ein Bericht zu unserer Arbeitssituation, denn da gibt es auch ein wenig zu berichten.



Liebe Gruesse aus Canada

Sebastian

Dienstag, 6. März 2012

wir leben noch!

Hallo zusammen,

die letzten Wochen war es leider hier sehr ruhig. Wir leben noch und uns geht es gut, mal abgesehen davon das ich eine Erkältung habe. Aber ich will ja nicht jammern.
Was machen wir so....
also wir befassen uns gerade ganz intensiv mit dem canadischen Arbeitsmarkt und er ist leider gar nicht wie in Deutschland. Was hier sehr beliebt ist, ist Ehrenarbeit, und networking, denn die meisten stellen werden hier nicht ausgeschrieben sondern werden über Empfehlungen bekommen. Hier wird sehr viel wert darauf gelegt, den Arbeitgeber mit den ganz vielen tollen Sachen die man schon gemacht hat zu beeindrucken und diese besonders hervorhebt. Also leider gar nicht german like. Damit haben wir doch so unsere Probleme.

Deswegen haben wir letzte Woche an einem job search workshop teilgenommen was eine tolle Erfahrung war und wir haben viele Leute getroffen. Das gelernte konnten wir auch gleich umsetzen
und ich habe heute meine erste offizielle Bewerbung versendet. da wir leider noch nicht als Registered Nurses arbeiten können, habe ich mich jetzt als Health and Service Support Representative beworben.
Es ist schade wenn ich mir ansehe wie viele RN hier gebraucht werden, in dem einen Krankehaus sind gerade 28 stellen zu besetzen und wir können nicht. Aber das wird sich ja auch ändern....... irgendwann :-(

Zum Thema networking auch mal eine kleine Geschichte, die so in Deutschland auch nicht passiert.
Wir hatten vor zwei Tagen einen Bank Termin und was immer noch sehr ungewohnt ist das man hier alle mit dem Vornamen anspricht, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Zurück zum Thema, als wir da mit unserem Bänker so saßen und eine wenig getratscht haben, meinte er doch wir sollen Ihm unsere Lebensläufe schicken und er gibt die dann an einige andere weiter die er aus dem Gesundheitswesen kennt. Also können unser Lehrer stolz sein wir haben sehr erfolgreich networking betrieben. Wobei wir da immer noch etwas Vorbehalte haben, so etwas zu machen, denn wir merken das wir uns sofort fragen warum macht er das und will er uns schaden. Versuch mal in Deutschland deinen Lebenslauf einem Bänker zu geben in der Hoffnung das er jemanden kennt dem er dich dann empfehlen kann. Naja, mal sehen wem wir noch alles unseren Lebenslauf geben, wir werden mal welche in die Tasche  packen, evtl. kennt ja die Kassiererin oder die Friseuse auch jemanden. :-)

Aber wer hat gesagt das es einfach wird....

Gestern war es dann auch soweit unsere PR-Card (Permanent Resident Card) ist angekommen. Diese ist jetzt unser endgültige Aufenthaltsgenehmigung die wir benötigen, um wieder nach Canada einzureisen wenn wir es mal verlassen.


mal sehen was die Zukunft noch so für uns bereit hält.